Blühende Gärten statt Steine oder Schotter!

Gärten sollten nach unserer Auffassung blühen, Wasser speichern, Tieren Unterschlupf und Nahrung bieten und den Menschen Freude bereiten. Leider sieht man auch in Urbach immer mehr Vorgärten, in denen Schotter oder Steine überwiegen. Der Landesnaturschutzverband schreibt dazu:

Viele Gärten sind biologisch tot
Schottergärten stehen schon lange in der Kritik von Naturschützerinnen und Naturschützern. Im Gegensatz zu echten Steingärten, die natürliche Lebensräume nachbilden und Wildpflanzen, Eidechsen, Insekten und Spinnen beherbergen, sind moderne Schottergärten in aller Regel biologisch tot. Üblicherweise wird der Boden abgetragen und mit einem halben Meter Schotter befüllt, in dem keine Pflanzen wurzeln können. Um die vermeintlich leicht zu pflegenden Gärten noch steriler zu machen, wird oftmals eine Abdeckung unter dem Schotter eingebracht und die Fläche somit quasi versiegelt. Auch vereinzelte Pflanzen wie Thuja oder Kirschlorbeer werten solche Gärten nicht auf, da heimische Tiere mit diesen nicht heimischen Pflanzen fast nichts anfangen können.”

Eine Schotterfläche – kahl und im Sommer so heiß wie eine Bratpfanne!

Gut, dass die Gemeindeverwaltung Urbach seit einiger Zeit in neue Bebauungspläne einen Hinweis zum Gebot der Begrünung von Flächen hineinschreibt. Wortlaut der Landesbauordnung:
Die nichtüberbauten Flächen der bebauten Grundstücke müssen Grünflächen sein, soweit diese Flächen nicht für eine andere zulässige Verwendung benötigt werden.

Wie Gärten gestaltet werden können, dazu beraten Gärtnereien oder helfen Gartenbücher. Auch gärtnernde Nachbarn kann man um Rat fragen, wie man seinen Garten sinnvoll bepflanzt. Heimische Arten bei Sträuchern, passende Obstbäume, und Nistkästen für Vögel bereichern unsere Gärten und die Umgebung.

Wie ein blühender Gärten sogar an einer Kreisstraße in Urbach aussehen kann, zeigt folgendes Bild:

Ein vorbildlicher Vorgarten!

3 Kommentare

  1. Avatar M. Schöbinger

    Die nichtüberbauten Flächen der bebauten Grundstücke müssen Grünflächen sein, soweit diese Flächen nicht für eine andere zulässige Verwendung benötigt werden. Die Frage lautet, was sind denn nun ANDRER ZULÄSSIGE VERWENDUNGEN= wie weit wird diese Beschreibung gedehnt? Soweit dass dann doch alles wieder möglich ist? Versteinerte Gärten=versteinerte Herzen? Platz für blühende Blume und Gemüse ist auf dem kleinsten Balkon, im Blumentopf.

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  2. Avatar M.Schöbinger

    Wie kann es dann sein, dass es gerade vorallem in “alten” Baugebieten (neue Eigentümer) ein extremer Wandel, hin zu (Komplett)Versiegelungen rund ums Haus, Versteinerten Gärten, Überbauungen der Grundstücke, Missachtungen der Bauverbotszonen und Baufenster, Fällungen innerhalb der Schonzeit von Bäumen und Sträuchern, und div. anderen Verstößen kommt? Was unternimmt hier die Gemeindeverwaltung? was um die Artenvielfalt zu erhalten, zu vermehren, die Erwärmung zu stoppen? Wasser zu sparen? Eine Möglichkeit wäre die Urbacher Mitte 2 mit einheimischen Sträuchern aufzuwerten. Mehr Nistmöglichkeiten zu schaffen, natürlich und mit Nistkästen, Vögel sind Insektenvertilger(sogenannte Schädlinge=jedoch Leibspeiße) wie auch Wespen und Hornissen. Ein Paradies für Wildbienen anzulegen=Blühwiesen, einen kleinen Bauerngarten, der gleichzeitig ein Naschgarten wird. Mit wenig Aufwand erreicht man schon viel. Es reicht nicht ins Allgäu zu fahren weil es da so viel Natur gibt und so schön ist. Vor Ort es sich schön zu machen ist die Lösung=Urlaub, jeden Tag, zu Hause.

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